Blumen aus Draht und Lack

Halbverschleierter Sonnenschimmer
Gleitet über der Wiesen Grün,
Und umperlt von des Taus Gestimmer
Rankt sich empor ein üppiges Blühn;
Freundlich winken in Näh‘ und Ferne
Duftende Glocken, farbige Sterne —
O wie dehnt sich die Brust, umlacht,
Wilde Blumen, von eurer Pracht!

Doch aus den Augen munterer Kinder
Leuchtet der heiterste Lebensglanz;
Unter den Händen der emsigen Winder
Fügen die Blüten sich schnell zum Kranz.
Grüßend nicken aus dunklen Locken
Farbige Sterne, duftende Glocken
Seliges Wandeln durch Hain und Flur,
Wilde Blumen, auf eurer Spur!

– Otto Baisch –

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Bilder: Easy Craft Ideas

 

Sonntagsfrühstück: Osterspezial

„Tu ma lieber die Möhrchen“ – nicht nur ein Klassiker von Helge Schneider, sondern auch ein Must Have auf jedem Osterfrühstückstisch. Passend zu den Feiertagen findet ihr hier einige Anregungen, was man ma lieber so alles mit und aus den Möhrchen tun kann.

Karotten-Marmelade

Das kommt rein:

  • 1 Dose geschnittener Ananas (ungesüßt, nicht entwässert)
  • 1 1/2 Tassen geraspelte Karotten
  • 1 1/2 Tassen zerkleinerter, geschälter Birnen
  • 3 TL Zitronensaft
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL Nelke
  • 1/4 TL Muskat
  • 1 Packung Fruchtpektin
  • 6 1/2 Tassen Zucker

Marmelade

So geht´s:

Die ersten sieben Zutaten werden in einem großen Topf zum Kochen gebracht. Danach die Hitze reduzieren und für etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren.

Danach den kommt der Topf von der Platte und das Pektin zu dem gekochten Rest. Alles wieder rauf auf den Herd und stark erhitzen, dabei konstant rühren.

Sobald es aufgekocht ist, kommt der Zucker in den Topf. Diese Mischung erneut circa eine Minute kochen lassen.

Nun den Topf wieder vom Herd nehmen und den entstandenen Schaum abschöpfen. Die gekochte Masse wird in saubere Marmeladegläser gegeben. Die Gläser sollten nur zu drei Vierteln gefüllt sein. Sobald alle Gläser ihren Inhalt haben, kommen sie für fünf Minuten ins Wasserbad.

Jetzt müssen sie nur noch abkühlen und fertig ist die Marmelade.

Bild und Rezept: tasteofhome.com

Karotten-Zucchini-Apfel-Brot

Das kommt in den Teig:

  • 1 Tasse ungesalzene, geschmolzene Butter
  • 2 Tassen Zucker
  • 3 Eier
  • 1/4 Tasse frischer Orangensaft
  • 1 TL Vanillenextrakt
  • 3 1/4 Tassen Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 3/4 TL Natron
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Nelken
  • 1 Prise Muskat
  • 2 Tassen geraspelte Karotten
  • 1 Tasse geraspelte Zucchini (ungeschält)
  • 1 Tasse gewürfelter Apfel (geschält)
  • 1/2 Tasse gehackte Pecannuss

Und das ins Frosting:

  • 1/2 Tasse Frischkäse
  • 1/4 Tasse ungesalzene Butter
  • 2 – 3 Tassen Puderzucker
  • 1-3 TL Orangensaft

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So geht der Teig:

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Zwei Kastenkuchenformen mit Butter und Mehl vorbehandeln.

Nun Butter, Zucker, Eier, Orangensaft und Vanillenextrakt miteinander vermischen.

Danach kommen Mehl, Salz, Backpulver, Natron, Zimt, Nelken und Muskat zusammen. Diese trockene Masse trifft nun auf die Karotten, Zucchini, Äpfel und Pecannüsse, um ein wenig aufzuweichen.

Jetzt kommt alles zusammen in die vorbereiteten Backformen, die dann in den vorgeheizten Ofen geschoben werden. Solange im Ofen lassen, bis das Brot goldbraun ist. Das dauert durchschnittlich eine Stunde.

Danach das Brot abkühlen lassen und in der Zwischenzeit das Frostig vorbereiten.

Und so das Frosting:

Die Butter und der Frischkäse werden miteinander verrührt. Nach und nach den Puderzucker hinzugeben und weiterführen. Orangensaft dazu gießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Das Frosting über das abgekühlte Brot geben und Guten Appetit.

Bild und Rezept: momontimeout.com

Glitzer-Cupcakes in Karottenform

Das kommt rein und drumherum:

  • 12 Waffelhörnchen
  • Schokoladenteig
  • Buttercremeglasur
  • 2 Packungen geschmolzener orangene Bonbonmasse (Candy Melt)
  • 2 Tassen Lebensmittelüberzug (glitzernd und orange)
  • essbares Gras

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So geht´s:

Auf ein Backblech wird Backpapier gelegt und oben drauf kommt ein hitzebeständiges Stück Maschendraht. Dort werden die Waffelhörnchen hineingesteckt, so dass sie beim Backen nicht aus den Maschen fallen können.

Die Waffelhörnchen zu zwei Dritteln mit dem Schokoladenteig füllen und für circa 15 Minuten bei 180°C backen. Danach komplett abkühlen lassen.

Jedes Waffelhörnchen wird nun kopfüber in die Buttercremeglasur gedippt und dann für eine weitere Viertelstunde in den Kühlschrank gestellt.

Währenddessen kann die Bonbonmasse im Wasserbad oder der Mikrowelle geschmolzen werden. Anschließend werden die Wafellhörnchen von außen in der geschmolzenen Bonbonmasse gebadet. Das muss relativ schnell gehen. Solange der Bonbonüberzug noch feucht ist, können die Hörnchen im Glitzerlebensmittelüberzug gerollt werden.

Jetzt noch das Gras oben rein stecken und fertig ist der Karotten-Cupcake.

Bild und rezept: blog.hwtm.com 

Noch mehr fürs Sonntagsfrühstück:

Titelbild: Fotostudio Works/Lehre / pixelio.de

 

 

Allein unter Männern

Ich bin eine Frau und ich studierte in einer Männerdomäne.

Aus Studentinnen und Studenten wurden die Studierenden – man will ja keinen dikriminieren oder benachteiligen. Gleichstellungsbeauftragte und anonyme Beschwerdekästen haben Hochkonjunktur. Und das alles für den Schutz weiblicher Mitbürger, umgangssprachlich als Frau bekannt.

Doch wie gestaltet sich das Leben als XX-Chromosomenträger in einem männerdominierten Bereich tatsächlich? Wagen wir einen Blick zu den Forstwissenschaften: Ein Gebiet, das klischeebedingt den Herren zugesprochen wird. Dort sind die Jäger, die Naturburschen. Und dann war da noch ich. Denn jedes Klischee hat seinen Ursprung und die Fünfzig-Fünfzig-Verteilung der Geschlechter in weiter Ferne. Man mag eine allgemeine Benachteiligung vermuten, in Wahrheit ist es schlicht an der Zeit, sich einzugestehen, dass geschlechterspezifische Interessen genau das sind: geschlechterspezifisch.

Diesen Fall gibt es ja auch andersherum. Meinen Bachelor bekam ich in Biologie und viele, viele andere junge Frauen auch, Männer waren da Mangelware.

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Die Fakultäten führen fleißig Buch über die Zugehörigkeit ihrer Studenten zu verschiedensten Gruppierungen. Daraus geht seit einigen Jahren die steigende Anzahl der Studentinnen in nahezu allen Bereichen hervor. Das generelle Verhältnis blieb relativ ähnlich, betrachtet man die einzelnen Studiengänge.

Maschinenbau und Informatik werden wohl noch ein weilchen auf den weiblichen Anstrich verzichten müssen. Die Spezies „Mann“ benötigt fast Schutzstatus in den Bereichen Kulturwissenschaften oder „Gesundheit & Soziales“.

Wie sich die Geschlechterquoten entwickeln, kann man als Fortschritt unserer gesellschaftlichen Entwicklung interpretieren. Vielleicht ist es aber auch der Öffentlichkeitsarbeit der Fakultäten zu verdanken.

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Frisch nach dem Abitur weiß noch nicht jede(r) so recht wo das Leben einen hin tragen soll. Da klingt Biologie noch wie „Ach schön, was mit Tieren“. Veranstaltungen wie „Lange Nacht der Wissenschaft“, Fakultätswerbungen und Ansprechpartner helfen schnell zu merken, welcher Inhalt sich tatsächlich verbirgt. So ist Biologie stark mathematisch geprägt, auch Physik und Chemie sind tragende Elemente, weit mehr als Blümchen und Bienchen. Auch der Bildungsweg zum akademischen Jäger und Sammler fordert mehr als Rehen auflauern und Tannen pflanzen. Kenntnisse in Politik, internationalem Recht und Umweltmanagement werden hier geprüft.

Pustekuchen mit den eindeutigen Zuordnungen zu Mann und Frau. Doch was heißt das nun praktisch für mich? Muss ich mich als Frau behaupten? Mich durchsetzen? Oder, schlimmer noch, regelrecht um meine Persönlichkeitsrechte fürchten? Fragen, die wie Schreckgespenster durch die Medien kreisen. Deckt sich aber nicht mit meinen Erfahrungen: Man arbeitet zusammen, unterstützt sich und gleicht Schwächen aus, völlig ungeachtet des Genotyps.

Zum Ende meines Studiums sagte ein Professor: „Mit Gendering beschäftigen sich jene, die kompensieren. Frauen die was können und wollen, legen einfach los.“.

Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de | Text: Anja Brenn

Der Soundtrack (m)eines Lebens

Der Soundtrack (m)eines Lebens Wie oft höre ich den Wunsch, dass das Leben am besten einen eigenen Soundtrack haben sollte. Ich kann diesen Wunsch nicht nachvollziehen, denn bei mir entspricht er tatsächlich der Realität. Diese Melodie in meinem Kopf, wenn ich zum ersten Date gehe. Oder auch nur zum Müll runterbringen. Music for President. Music for everyone.

Wenn der Musikgeschmack genetisch festgeschrieben wäre, na dann gute Nacht. Dann würde ich feuriger Anhänger von Andreas Gabalier sein. Na Dank Gott (oder wem auch immer), dass dem nicht so ist. Während mein Papa irgendwo zwischen ACDC und Peter Maffay jodelt, findet sich meine Mama überall und nirgends wieder. Keine Rockmusik, keine Volksmusik. Nichts Halbes und nichts Ganzes, aber die Charts rauf und runter. Irgendwo zwischen diesen unvereinbaren Welten, die sie selbst hören und dann doppelt und vierfach zu vereinen suchten, entstand dann ich. Mitten zwischen den Nummer-1-Hits von Madonna, Michael und Bono.

Doch zum Glück bekommen wir musische Vorlieben nicht in die Wiege gelegt und so emanzipierte ich mich beizeiten musikalisch. Und lief zu Stefanie Hertel über. Bei ihr erlebte ich das erste Konzert meines Lebens und bekam das doppelt und dreifach zurück. Nach der Gesangsdarbietung wurde ich von der Künstlerin höchstpersönlich zurechtgewiesen, dass meine, teuer gekaufte, Autogrammkarte ja bereits unterschrieben wäre und was ich mich erdreiste, mich dennoch in der Schlange anzustellen. Entschuldigung, mein Fehler. Ich war damals vier.

Kaum hatte ich diese Schmach überwunden, kam der erste Liebeskummer. (Ja, mein Hertel-Moment dauerte über zehn Jahre, aber Bibi und Tina trösteten mich zeitweilig ganz gut.) Und, oh ja, dieser Liebeskummer saß tief. Ich war ganz alleine auf der großen, weiten Welt. Wenn das nicht problematisch genug gewesen wäre. Nein, da kommt die Pubertät mit voller Breitseite um die Ecke.


Aber auch die habe ich überstanden. Die Volksmusik hat mich abgehärtet.

Dann kam die Abiturzeit. Und die ersten Gehversuche auf Partys. Eine neuerliche Plattform für musikalische Irrungen und Wirrungen. Und, oh ja, ich hatte Spaß. Und meine Ohren erstmal. Junge Ohren verzeihen viel, wenn der Rest des Körpers Freude schreit.

Was wäre jedoch all diese Zeit gewesen, mit all ihrem Platz für Erinnerungen, Fehltritte, Überreaktionen, wenn da nicht die beste Freundin wäre? Meine beste Freundin und ich teilen unsere Liebe mit Michaela. Denn Michaela versteht uns und hat uns schon immer verstanden.

Michaela und meine beste Freundin begleiten mich bis heute, auch über die Ländergrenzen hinweg. Aus meiner Heimatstadt musste ich dennoch alleine ziehen und meinen Horizont erweitern.

Mit dem erweiterten Horizont kamen die erweiterten Reisen. Und damit wurde Musik für mich mein kosmopolitischer Freund und meine Heimat überall. Was war das für ein Hochgefühl mit der Musik aus Berlin in dem riesigen Ford Mustang und runtergelassenem Verdeck durch den südlichsten Süden Amerikas zu fahren.


Kindheit, Pubertät, das langsame Erwachsenwerden (was auch immer das bedeuten mag). All das wäre nur halb so schön gewesen, ohne die Hintergrundmusik. Die wichtigsten Ereignisse meines Lebens und auch Sommerregen, freundschaftliche Gespräche und Langeweile. Ich kann all diese Geschehnisse und noch unzählige mehr in Musik verpacken und empfinden.

Hört die Welt mit euren Ohren.

Bild und Text: Coline Erdmann

frollein wundertsich ist jungagiert

„Selbstgemacht ist stark im Trend, nicht nur weil man anderen damit eine Freude bereiten kann, sondern einfach auch weil es Spaß macht! Bei der Suche nach einem originellen Geschenk sind wir dabei auf die Plattform „frollein wundertsich“ gestoßen, in der sich die Gründerin Coline Erdmann über die kleinen Dinge des Alltags „wundert“. Wir wundern uns weniger und freuen uns mehr über ihre tollen Do-It-Yourself-Anleitungen zum Basteln, Backen & Nähen!“

So fängt der Artikel über frollein wundertsich auf der jungen Plattform jungagiert an. Und frollein wundertsich auch nicht, sondern freut sich sehr.

Also ran an die kleinen und großen Hürden des Alltags – sie alle wollen in Wunder umgewandelt werden.

Den ganzen Artikel von jungagiert gibt es hier.

Bild: jungagiert.de | Text: Coline Erdmann