Fünf Gründe dafür, das Haus für nichts und niemanden zu verlassen

Ich bin kein Stubenhocker und ich bin auch kein Langweiler, aber es gibt Tage, an denen möchte ich meine Wohnung nicht verlassen. Für niemanden. Das Leben zwingt die meisten von uns in die Knie – wir müssen uns jeden Tag mit so vielen Menschen umgeben, mit ihnen reden, mit ihnen arbeiten, haben Aufgaben, es gibt Erledigungen, die erledigt werden müssen und Erwartungen an uns. Ja, das ist das Leben und es wartet da draußen! Aber haltet doch kurz inne und denkt an diesen einen Ort, euren Rückzugsort, eure Höhle, in der eure Privatsphäre etwas Großes wird. Holt zwischendurch mal Luft von dem Trubel da draußen. Eine Hommage an die eigenen vier Wände.

1. Nahrungssuche

Ein Argument dafür das Haus zu verlassen, wäre es einkaufen gehen zu müssen. Aber warum? Ich habe jede Woche zehn Lieferserviceprospekte in meinen Briefkasten. Früher musste man noch rausgehen, um Bargeld zu Hause zu haben. Doch dann gab es Menschen, die bemerkt haben, wie unsinnig das ist und die Möglichkeit der Sofort-Online-Überweisung bei Lieferservices eingeführt. Toll! Wer dann aber doch lieber gesund isst und nicht nur Pizza, Pasta & Co bestellen will – für den haben Supermärkte ihren eigenen Lieferservice eingerichtet. Also kommen auch Äpfel, Bananen, Kopfsalat und andere gesunde Sachen zu euch (ohne lästiges Schleppen und nur für einen kleinen preislichen Aufschlag). Argument Einkauf: Knocked out!

2. Wetter

„Oh, die Sonne scheint, lass uns was unternehmen.“, „So ein schönes Winterwetter, lass und im Schnee rumtollen.“ Whaaat? Ja, mein Kleiderschrank ist voll. Ja, er beherbergt warme Kleidung und auch leichte Kleidung für den Sommer. Aber sind wir mal ehrlich – bei den warmen Wintersachen laden sich meine Haare statisch an der Wolle auf und ich fühle mich wie ein Michelin-Männchen (nein, das liegt natürlich nicht am Weihnachtsbraten oder der Schokolade von Oma). Und dann ist er plötzlich da: Der Frühling…oder gar, oh Schreck – der Sommer. Das heißt, man kann die Röllchen nicht mehr unter der dicken Jacke verstecken. Saß das Kleid letzten Sommer nicht noch lockerer? Böse Zungen behaupten: Selbst Schuld. Wie dem auch sei, wenn ich einfach in meiner Wohnung bleibe, habe ich all diese Probleme nicht. Wenn es kalt ist, dreh ich die Heizung auf oder geh in die warme Badewanne. Wenn es warm ist, reiße ich die Fenster auf oder laufe einfach nackt rum. Wenn ich nicht nackt sein will, sind Jogginghose und Schlabberpullover meine beste Freunde. Kleiner Tipp: Den Spiegel in einer solchen Phase lieber meiden.

3. Bett

Was gibt es mehr zu sagen? Bett: Schlafen. Lesen. Sex. Schlafen. Kuscheln. Wärme. Essen. Schlafen. Wo finden wir den „Ort für alles“? Richtig – in unserer Wohnung.

4. Kommunikation

Selbst wenn man sich in seine Wohnung zurück zieht und da auch eine Weile bleiben will, überkommt uns hin und wieder der Moment, in dem wir etwas los werden müssen und die Selbstgespräche nicht mehr genügen – aber es ist niemand da. In unseren digitalen Zeiten stellt auch das nur ein verschwindend kleines Problem da: WhatsApp, Facebook, Twitter, Telefon, Skype. Wie viele Leute kennt ihr, die keines dieser Kommunikationsmittel haben? Selbst die Freundin in Taiwan, der Kumpel, der in Australien work & travelt und die ehemalige Kollegin, die jetzt eine Stelle in St. Petersburg hat, sind in Sekundenschnelle erreicht. Ich habe stundenlange, grenzenübergreifende Skype-Sessions geführt, habe viel geredet, viel gehört und musste dafür nicht meine Wohnung verlassen. Argument Kommunikation: In your face!

5. Sich selbst auch mal genug sein

Schaltet den Computer aus. Lasst den Fernseher links liegen. Legt das Handy zur Seite. Technik überschwemmt uns und erst wenn sie weg ist, wird uns klar, wie viel Zeit wir mit ihr verbringen. Sich einfach auf das Bett legen und die Gedanken schweifen lassen. Aus dem Fenster schauen. Zeichnen. Musik hören. Keine ständige Erreichbarkeit. Erst wenn man sich selbst genug ist, ist man in der Zeit zu zweit auch gut aufgehoben.

Text: jr | Bild: twinlili / pixelio.de
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DIY: Ohrringe

Keine Lust mehr auf Schmuck von der Stange? Ohrringe kann man sich nach eigenem Belieben relativ schnell selber machen. Dabei gibt es x verschiedene Möglichkeiten. Hier eine kleine Anleitung für Hängeohrringe.

Das braucht man dafür:

  • Brisuren
  • Cabochons
  • Stoff
  • Schmuckkleber

Statt Stoff, kann das Motiv auch auf Photopapier gedruckt werden. Vor dem Basteln sollte man darauf achten, dass die Brisuren und Cabochons im Durchmesser zueinander passen.

So geht´s:

  1. Die Cabochons auf den Stoff legen und den Umriss abzeichnen. Diesen Umriss dann ausschneiden. Das Ganze benötigt man zwei Mal – für jeden Ohrring ein Mal.
  2. Schmuckkleber auf die Brisuren geben und den Stoffausschnitt direkt aufkleben. Kurz antrocknen lassen.
  3. Damit der Stoff knitterfrei und gerade aufliegt, am besten mit einem Zahnstocher die Ränder festdrücken.
  4. Auf den aufgeklebten Stoff erneut eine kleine Menge Kleber geben und die Cabochons fest aufdrücken.
  5. Sollte überschüssiger Kleber an den Rändern hervortreten, sollte dieser sofort abgewischt werden.
  6. Warten bis der Schmuckkleber vollständig getrocknet ist und rein damit in die Ohrlöcher.

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Bilder, Text und Ohrringe: Coline Erdmann

Schwedische Gardinen

Der neue IKEA-Katalog. Eine Ansammlung vieler neuer, toller, praktischer Ideen. Möbelstücke, die man sich sofort in die eigene Wohnung stellen möchte. Wie jeder andere übrigens auch. Zum Glück sehen Häuser oftmals von außen noch verschieden aus, so dass man die eigene Wohnung wenigstens daran von allen anderen unterscheiden kann.

Doch wenn man schon bis zum Hals in der Möbelhaus-Uniformität steckt, warum das ganze nicht noch weiter treiben und die unverkäufliche Deko selbst nachbasteln? So zum Beispiel den Origami-Vorhang von Seite 48.

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Um dem Ganzen dennoch eine persönliche Note zu geben, ist es schön, die Vögel aus Stadtplänen besuchter Städte oder Reiseverbindungen zukünftiger Reisen zu basteln.

Einfach Papier mit Muster und Aufdruck der eigenen Wahl wie im Video falten, auf Bindfaden ziehen und an einer herkömmlichen Vorhangstange befestigen. Wahlweise können die einzelnen Vogelfäden auch mit kleinen Nägeln überhalb des Türrahmens befestigt werden.

Idee: Doreen Reinhold | Bilder: Coline Erdmann + IKEA

Sonntagsfrühstück: French Toast

Es gibt kaum etwas besseres, als ganz ausgiebig und lecker zu frühstücken. Leider sind die meisten nicht mit so viel Kleingeld gesegnet, jedes Wochenende zum Brunch zu gehen. Doch den einen oder anderen Gaumenschmaus kann man schnell und einfach auf den heimischen Frühstückstisch zaubern.
Dieses Mal: Drei Möglichkeiten French Toast zuzubereiten. Herkömmliches French Toast ist innerhalb kürzester Zeit auf den Tisch gebracht.

Grundrezept:

Eier und Milch verquirlen, eine Prise Salz hinzugeben. Eine Toastbrotscheibe in die Eier-Milch-Masse legen und warten, bis sie vollständig vollgesogen ist. Das Toast in eine vorgeheizte Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Anschließend mit Ahornsirup übergießen. Wahlweise gehen auch Honig oder Marmelade.

Baked French Toast

Das kommt rein:

  • 4 große Eier
  • 1 Tasse Milch
  • ¼ Tasse Ahornsirup
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Vanilleschote
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Muskat (gerieben)
  • 1 kleines französisches Baguette
  • Puderzucker
  • frische Beeren

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Bild und Rezept: annies-eat

 

French Toast Kebab

Das kommt rein:

  • 8 große Eier
  • 2/3 Tasse fettarme Buttermilch
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 TL Vanilleextrakt pinch of salt
  • 1 helles Brot
  • 4 TL Butter
  • 1 Tasse frische Blaubeeren
  • 1 Tasse frische Himbeeren
  • 2 Bananen
  • Ahornsirup

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Bild und Rezept: Martha Stewart

French Toast Roll Ups

Das kommt rein:

  • 8 Scheiben Toastbrot
  • Frischkäse, Erdbeermarmelade oder Nutella
  • 2 Eier
  • 3 TL Milch
  • 1/3 Tasse Zucker
  • 1 TL Zimt
  • Butter
  • Geschnittene Erdbeeren

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Bild und Rezept: loramore
Titelbild: tastykitchen

DIY: Seife

Kaffee-Sahne-Seife

Das kommt rein:

  • 1 kg Rohseife (Glycerinseife) matt
  • 5 TL Kakaoduftöl
  • 5 TL Kaffeeduftöl
  • 1 TL Vanilleduftöl
  • Kaffeebohnen
  • Kakaopulver

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So geht´s:

  1. 500 Gramm der Rohseife in einem Wasserbad schmelzen lassen.
  2. Je fünf Teelöffel Kakao- und Kaffeeduftöl in die aufgelöste Seife geben und gut umrühren. Bei den Ölen sollte auf die Hautverträglichkeit geachtet werden, sonst landet schnell Duftöl für Kerzen im Einkaufswagen und das sorgt für rote, gereizte Haut.
  3. Die Flüssigkeit in eine Kastenform gießen und für zehn Minuten in den Kühlschrank stellen. Sobald die Seife ausgehärtet ist, kann mit der nächsten Schicht Seife begonnen werden.
  4. Für die helle Schicht wird die andere Hälfte der Rohseife im Wasserbad eingeschmolzen und nach Belieben mit Vanilleduftöl verfeinert. Dabei besser sparsam anfangen – nachlegen kann man immer.
  5. Diese Flüssigkeit dann auf die erste Schicht geben und etwa fünf Minuten warten.
  6. Bevor die Seife ausgehärtet ist, wird sie mit Kaffeebohnen und Kakaopulver so verziert, dass sie am Ende aussieht, wie ein Stück Kuchen.
  7. Seife vollständig aushärten lassen. Danach kann sie mühelos aus der Form gelöst und mit einem größeren Küchenmesser in handliche Stücke geschnitten werden.

Orangenseife

Das kommt rein:

  • 1 kg Rohlseife (Glycerinseife) klar
  • Orangene Lebensmittelfarbe
  • Orangenduftöl
  • Getrocknete Orangenscheiben

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So geht´s:

  1. Die Seife im Wasserbad einschmelzen und nach eigenem Gusto orangene Lebensmittelfarbe und das Duftöl hinzugeben.
  2. Eine dünne Schicht der Seife in die Kastenform geben. Darauf wird eine Schicht der getrockneten Orangenscheiben gelegt und leicht angedrückt. Die Scheiben können mit etwas Geduld auch selbst getrocknet werden, das spart ein paar Euro.
  3. Darüber kommt eine neue, dünne Schicht Seife, auf die wieder eine Lage Scheiben folgt.
  4. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis keine Seifenmasse mehr vorhanden ist.
  5. Die Seife aushärten lassen und in kleine Orangenkristalle schneiden.
Bilder und Text: Anne Hönig

Glück, Glück, Seifenblasen

20. März 2014. Nicht irgendein Tag im Jahr, nicht irgendein Donnerstag in der Woche. Nein: Internationaler Tag des Glücks.

Wer es sonst nicht schafft, sollte die restlichen Stunden nutzen und sich selbst einfach mal so richtig glücklich machen.

Mich macht glücklich:

  • Seifenblasen
  • Lachtränen
  • Burger
  • Sonnenschein
  • Konfetti
  • Gänseblümchen
  • Schlaf, viel Schlaf
  • Glitzer
  • Roter Nagellack
  • Sommergewitter

All das hatte ich heute und gestern und vorgestern. Morgen gönne ich mir das komplette Programm gleich wieder – Ich möchte jeden Tag glücklich sein und kann das auch.

Bild: Katrin Schindler / pixelio.de

Sockenzebra

Wer hatte es nicht – das Lieblingskuscheltier? Im Kleinkindalter kam es in unser Leben gestolpert und wurde innig geliebt. Es kannte alle Geheimnisse und Träume und wurde gegen alles und jeden verteidigt. Dann kam der Tag, als das geliebte Tier verschwand: Auf dem Spielplatz vergessen, am Strand verloren – Ein Riesengeschrei und noch größere Tränenwasserfälle. Was für ein Glück, dass die lieben Eltern Himmel und Hölle in Bewegung setzten, um den Knuddelkumpel wieder zu finden.

Und dann kam die Pubertät und der Kuschelfreund wurde peinlich berührt unter dem Bett versteckt, aber trotzdem war er da.

Damit jeder einen kuscheligen Begleiter hat, kann man sich schnell und einfach selber einen basteln.

Alles, was ihr braucht:

  • 2 Socken (gewaschen, bietet sich an)
  • 8 Knöpfe
  • Wollfaden
  • Watte

Wer nicht suchen und sammeln möchte, findet die Utensilien für das Zebra im Set bei TIGER.

So geht´s:

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1. Die erste Socke, wie auf dem Bild in zwei Teile schneiden. Den Teil mit der Ferse beiseite legen, aber nicht wegwerfen. Den anderen Teil mit Watte ausstopfen und mit Faden zubinden.

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2. Knöpfe für die Nase (zwei Stück) und die Augen (vier Stück) annähen.

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3. Den Fersenteil der ersten Socke erneut zerschneiden (s. Bild) und die Ohren daraus nähen. Dazu werden die Ecken abgerundet und die unteren Enden zusammengenommen knapp hinter den Augen an den Kopf angenäht.

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4. Die zweite Socke wird in drei Teile geschnitten. Aus dem unteren Den unteren Stück werden die Beine, aus der Mitte der Körper und aus einem kleinen oberen Stück (circa drei bis vier Streifen breit) die beiden Arme.

5.  Die entstandenen Zebrabeine mit Watte ausfüllen und dann an den Mittelteil der zweiten Socke nähen.

6. Für die Arme werden aus dem oberen Stück zwei kleine Teile geschnitten, als Vierecke zusammengenäht und dann mit Watte gefüllt an den Körper genäht. Fehlt nur noch die Zebramähne.

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7. Von den beiden Socken sollte nur noch ein Stück übrig sein. Dieses wird, wie oben gezeigt zugeschnitten und abgenäht. Die Mähne wird am Zebrakopf direkt über dem Knoten angebracht und dann festgenäht.

8. Zwei Knöpfe an den Zebrakugelbauch und fertig ist das Sockenzebra.

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PS.: Nimmt man braune Socken und näht die Mähne quer statt längs, hat man in den selben Schritten einen Sockenlöwen gezaubert.

Bilder, Text und Zebra: Coline Erdmann